Chronik Teil II (1972 bis 1980)
Als einen besonderen Abschnitt muss man die Jahre 1972 bis 1980 in dem Werdegang des Carneval-Clubs ansehen. Anfang 1972 ging die über 20-jährige Zeitperiode von Heinz Mohr als Elferrats- und Sitzungspräsident oder als 1. Vorsitzender und Clubpräsident zu Ende. Er wollte Jüngeren Platz machen und Siegfried Göttert wurde Clubpräsident.
Als erste Änderung wurden die vorausgegangenen neun Bergfeste von den größeren Volksfesten abgelöst.
Zu den Elferratssitzungen, die vom Programm her immer ein großer Erfolg waren, zog es jedoch nicht das Publikum in die damals noch unrenovierte Turnhalle. Die Bewirtung war dem Turnverein vorbehalten, so dass die Unkosten durch Eintrittsgelder nicht abgedeckt werden konnten.
Nur durch das gute Gelingen der Volksfeste 1972 und 1973 konnte dies ausgeglichen werden.
1973 und 1974 konnte man nochmals die Faschingscampagne als Höhepunkte im Verlauf der letzten Jahre bezeichnen. Loni Stockum fungierte damals als Präsidentin des Damenelferrates und Paul Boländer als Elferratspräsident. 1974 war wohl der größte Rathaussturm in der Geschichte des Clubs, mit über 400 Mitwirkenden, darunter Aktive aus acht Carnevalvereinen sowie vier Spielmanns- bzw. Fanfarenzügen.
In den darauffolgenden zwei Jahren begann aber dann die Talfahrt, bedingt durch die fehlenden Einnahmen aus dem kalten und verregneten 3. Volksfest und dem nur aus Wolkenbrüchen bestehenden 4. Volksfest 1975.
Im September 1975 trat Siegfried Göttert zurück, Karlheinz Hornung leitete ein Jahr provisorisch den Club. Ab November 1976 versuchte es nochmals Heinz Mohr, aber auch er gab nach einem halben Jahr seine Bemühungen auf. Bis 1980 traf man sich wohl noch clubintern, aber in Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit tat sich nichts mehr.
Verfasser Karlheinz Hornung