Chronik Teil IV (1983 bis 1993)
In den Jahren nach der „Wiederauferstehung“ des CCH erfuhr dieser einen erfreulichen Zuwachs an jugendlichen und erwachsenen Mitgliedern, die aktiv in das Vereinsleben eingebunden wurden. Dadurch konnte der Carnevalclub immer mehr ohne Hilfe von befreundeten Vereinen sein Programm mit eigenen Tänzern und Büttenrednern selbst gestalten.
Erfreulich zu berichten ist, dass eben durch dieses gute „Polster“ an Aktiven, seit 8 Jahren eine dritte Carnevalssitzung in Hummetroth in den Hallen des SV Hummetroth etabliert werden konnte.
Ungefähr genau so lange richtet der CCH nun schon sein alljährliches Gardetreffen aus, durch das die Kontakte, Freund- und Partnerschaften zu anderen Clubs erhalten und gefördert werden.
Besonders enge Freundschaften verbindet die Höchster Carnevalisten mit den Vereinen aus Heimbuchenthal, Mömlingen, Erbach, Offenbach und Rüdenau, ihrem Patenverein. Diese und andere „Narrenclubs“ besucht der CCH in der „närrischen Zeit“ auf Sitzungen, Gardetreffen, Umzügen und anderem.
So sind z. B. jedes Jahr die „Knüller-Girls“, das CCH-Männerballett, bei der Stadtgarde Offenbach während ihres „Schneckenbergfestes“ zu Gast und treten dort mit ihrer aktuellsten Nummer auf.
Bei Umzügen in Rüdenau und Erbach nehmen regelmäßig die Tanzgarden, der Elferrat und die „Streitmacht“ des CCH, die Ranzengarde, teil. Im Jahre 1990 gegründet, unterstützt die Ranzengarde, verstärkt durch die im letzten Jahr verabschiedeten Mädchen der Prinzengarde, tatkräftig den Club.
Im letzten Drittel der 80er Jahre begann der Club, sich auch außercarnevalistisch zu betätigen. Der Weihnachtsmarkt, bei dem der CCH zuletzt mit zwei Hütten und einem Zelt vertreten war, steht seit sieben Jahren auf dem Programm.
Nicht ganz so lange zwar, aber ebenso gern, bewirten die Aktiven ihre Gäste alljährlich beim Sommerfest im Hof der Metzgerei Stockum (beim „Bertsch“).
Hier sei nicht nur die seit den Anfängen vor 11 Jahren bestehende Fußballmannschaft erwähnt, sondern auch jene Mannschaften, die an dem Mühlheimer „Spiel ohne Grenzen“ durchweg erste oder zweite Plätze erringen konnten.
Rückschläge muss man – wenn nötig – nehmen, wie sie kommen. Dem CCH ist ein solcher Rückschlag in 1991 widerfahren, als alle Veranstaltungen aufgrund des Golfkrieges, speziell wegen der befürchteten Bombendrohungen, abgesagt werden mussten.
Zu dem Verlust an Freude und Spaß für das Publikum und die Carnevalisten kam auch noch ein finanzieller Verlust, da alle Kostüme und Bühnenaufbauten schon fertiggestellt waren und vorerst nicht genutzt werden konnten.
Hinzuzufügen ist, dass alle Eintrittskarten verkauft waren und zurückerstattet werden mussten. Hier kam dem Club das verständnisvolle „närrische Auditorium“ entgegen, denn zum größten Teil wurden die Eintrittsgelder dem CCH als Spende überlassen.
Es sei jenen, die den Carnevalclub damals unterstützten, bei dieser Gelegenheit nochmals recht herzlich gedankt!
In den Jahren 1983 bis 1993 wurde der Carnevalclub von zwei Präsidenten geführt. Die überwiegende Zeit, bis 1990, von Horst Geist und seitdem von Hans-Günther Orth.
Verfasser Thomas Mergner